Die syrische Seele in der jüdischen Braut (Der Dibbuk nach Anski)

Mit Erica Eller, Alexandra Julius Frölich und vielen anderen
Buch u. Regie: Dan Lahav

Das multikulturelle Theaterstück transportiert unter der Regie von Dan Lahav eines der populärsten jüdischen Bühnenwerke in die Neuzeit. „Der Dibbuk“ von Anski wurde 1920 in Warschau uraufgeführt und ist heute aktueller denn je. „Die syrische Seele in der jüdischen Braut“ beginnt 2015 in einem Flüchtlingslager in Saloniki, Griechenland. Dort strandet der junge Syrer Jussef, dem es gelingt, in die dort seit vielen Jahrhunderten ansässige, orthodoxe Jüdische Gemeinde zu gelangen. Er verliebt sich in die junge Jüdin Lea und das Stück nimmt eine dramatische Wendung, als der muslimische Syrer die Strenge der Orthodoxie am eigenen Leib erfährt. Selten bekommt das Publikum einen so tiefen Einblick in die Welt der orthodoxen Juden und nimmt neues Wissen über die Strenge der Orthodoxie mit aus dem Theaterstück. Der Flüchtling wird abgewiesen, sein Leben ist bedroht und er macht sich alleine auf den Weg nach Berlin, da er wegen seiner Liebe nicht nur von der orthodoxen Gemeinde, sondern auch von seiner muslimischen Gemeinde geächtet wird. Lea bleibt unglücklich zurück, sie hat ihre große Liebe verloren und die Chance, sich so von der orthodoxen Gesellschaft zu befreien. Das junge Mädchen wird depressiv und glaubt, dass die Seele des Geliebten in sie gefahren ist. Ob es Jussef nach Berlin schafft und wie Lea weiterleben kann, erzählt „Die syrische Seele in der jüdischen Braut“ in einer Inszenierung, für die sich vorab die jüdischen und muslimischen Schauspieler über ihren Glauben ausgetauscht, teilweise angenähert haben und deren Erfahrungen in das Textbuch des Theaterstückes eingeflossen sind.